Grippeimpfung

Was bedeutet « Grippe » ?

Die Grippe ist eine ansteckende Krankheit und wird durch Influenzaviren über Tröpfcheninfektion (husten, niesen, Händeschütteln,…) übertragen. Hat man sich mit dem Virus infiziert, tritt meist ein plötzliches Krankheitsgefühl mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Bei einem unkomplizierten Verlauf halten die Beschwerden etwa eine Woche an.

Eine Grippe schwächt jedoch den Körper und stellt vor allem für immunschwache Patienten eine Gefahr dar. Durch ein stark geschwächtes Immunsystem haben weitere Krankheitserreger « leichtes Spiel » und können ernsthafte Komplikationen (wie eine Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung,…) mit sich bringen.

Die Grippeimpfung

Jährlich wird eine Grippeimpfung angeboten. Diese Impfung schützt gegen 4 Virustypen, von denen erwartet wird, dass sie am stärksten verbreitet sein werden. Leider bietet eine Impfung keinen 100% -tigen Schutz. Es ist zum Beispiel möglich, dass man sich kurz vor oder nach der Impfung angesteckt hat und der Körper noch keinen ausreichenden Schutz aufgebaut hat.

Erkranken geimpfte Personen trotzdem an einer Grippe, verläuft diese meistens milder. Um einem Infekt vorzubeugen, ist es wichtig auf eine gute Handhygiene zu achten und eventuell etwas Abstand zu den Mitmenschen zu halten.

Häufig wird neben der Grippeimpfung auch eine Impfung gegen Pneumokokken angeraten. Pneumokokken sind Bakterien die schwere Lungenentzündungen hervorrufen können. Ob diese Impfung für Sie empfehlenswert ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Man sollte sich vor Beginn der Grippewelle impfen lassen. Der beste Zeitraum ist zwischen Oktober und Mitte Dezember. Der Körper baut dann über einen Zeitraum von 10-14 Tagen einen ausreichenden Schutz für die gesamte Grippesaison auf.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die zugelassenen Impfstoffe gegen die Grippe sind in der Regel gut verträglich. Es können vorübergehende Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle auftreten. In den Folgetagen kann es zu Frösteln, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Übelkeit kommen. Solche Impfreaktionen klingen normalerweise nach ein bis zwei Tagen ab. Haben Sie in der Vergangenheit schonmal allergisch auf einen Impfstoff reagiert, müssen Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.

Für wen empfohlen?

Für ältere Menschen oder Patienten mit einer chronischen Erkrankung (zB.: Asthma, Herz-, Lungen-, oder Nierenleiden, Diabetes,…) sowie immunschwache Menschen (zB.: Krebspatienten…), Schwangere, Personen über 50Jahre und medizinischem Personal wird zur Impfung geraten.

Für Personen ab 50Jahren besteht die Möglichkeit eine Impfung, ohne ärztliche Verordnung, in der Apotheke zu kaufen. Die Krankenkasse deckt automatisch einen Teil der Kosten. Der Impfstoff muss allerdings von einem Arzt verabreicht werden.

Je mehr Menschen geimpft sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Grippeviren verbreiten.

Gerne beraten wir Sie hierzu in der Apotheke